Was macht eigentlich ein Lichtpunktur-Remitter?

Ein Berufsfeld zwischen Punktwissen, Licht und aufmerksamer Begleitung
„Was genau macht eigentlich ein Remitter?“
Diese Frage hören wir immer wieder.
Und sie ist berechtigt. Denn der Begriff ist für viele Menschen zunächst neu.
Ein Remitter arbeitet mit der Lichtpunktur. Dabei werden ausgewählte Punkte am Körper mit Licht angesprochen. Die Orientierung an diesen Punkten stammt aus dem traditionellen Punkt- und Meridianwissen der TCM.
Doch Lichtpunktur bedeutet nicht einfach: Licht an – Punkt beleuchten – fertig.
Dahinter steht Wissen.
Zuerst kommt der Punkt
Wer mit Lichtpunktur arbeitet, muss wissen, wo er arbeitet.
Die Traditionelle Chinesische Medizin beschreibt eine Vielzahl definierter Punkte entlang ihrer Leitbahnen oder Meridiane. Innerhalb des traditionellen Systems werden diesen Punkten unterschiedliche Zusammenhänge und Funktionen zugeordnet.
Ein Remitter beschäftigt sich deshalb intensiv mit diesen Punkten.
Wo befinden sie sich?
Zu welcher Leitbahn gehören sie?
Welche traditionelle Bedeutung besitzen sie?
Und welche Punkte werden miteinander kombiniert?
Erst aus diesem Wissen entsteht eine sinnvolle Auswahl.
Dann kommt das Licht
Der entscheidende Unterschied zur klassischen Akupunktur liegt im Medium.
Ein Remitter arbeitet nicht mit Akupunkturnadeln, sondern mit Licht.
Licht besitzt physikalisch beschreibbare Eigenschaften: Wellenlänge, Intensität und Einwirkdauer gehören beispielsweise zu den Faktoren, die bestimmen, wie Licht mit biologischem Gewebe wechselwirkt.
Deshalb gehört zu einer fundierten Ausbildung in der Lichtpunktur nicht nur das Lernen von Punkten.
Auch ein grundlegendes Verständnis von Licht gehört dazu.
Warum heißt es Remitter?
Der Begriff soll deutlich machen, dass hier ein eigenes Tätigkeitsverständnis entstanden ist.
Der Remitter arbeitet mit Lichtpunkten und den dazugehörigen Konzepten der Lichtpunktur.
Dabei geht es uns im Ratsam Bildungswerk besonders darum, Wissen nicht nur auswendig zu lernen.
Ein guter Remitter soll verstehen, warum er etwas tut.
Zwischen Tradition und Gegenwart
Damit bewegt sich die Ausbildung in einem interessanten Spannungsfeld.
Die Punktlehre hat ihre Wurzeln in einem jahrhundertealten traditionellen Medizinsystem.
Das Medium Licht wiederum führt uns unmittelbar zu moderner Physik, Photobiologie und Biophotonik.
Diese Bereiche sind wissenschaftlich nicht einfach gleichzusetzen.
Aber gerade ihre Begegnung macht die Lichtpunktur für uns interessant.
Lernen, beobachten, verstehen
Remitter zu werden bedeutet deshalb mehr als das Erlernen einer Methode.
Es bedeutet, eine neue Sprache des Körpers kennenzulernen, sich mit Licht auseinanderzusetzen und genau hinzuschauen.
Denn am Anfang einer guten Anwendung steht nicht das Gerät.
Am Anfang steht das Verständnis.




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